Zu viele vielleicht
"Verlangend. Nicht blöde. Er möchte schrecklich gern in sich drin sein und nach außen schauen - jeder, der so die Nase gegen eine Scheibe preßt, in in Gefahr, blöd auszuschauen." - Capote, Frühstück bei Tiffany
Und wieder einmal, wieder einmal denke ich an Dinge, die schon tausendmal zuvor vorüber gestriffen sind. Schnell vergeht die Zeit, so schnell, dass ich mich manchmal dabei erwische sie krampfhaft festzuhalten. Doch sie rinnt mir durch die Finger, zerfällt, zerschmilzt und verhöhnend, mich verhöhnend, da auch meine zweite Hand zwecklos versucht den fließenden Sand zu greifen, verstreut sie sich in alle Winde. Vorbei. Vorbei.
Die letzten Tage, so voll an Leere, voll an Ungesagtem, Nicht-Getanem, widerstrebtem Widerstreben. Gab ich mich doch an meine Unfähigkeit, schenkte ihr die tiefen Sinne, da das Tiefe nach Außen zu kehren ich nicht bereit war. Kann nicht sagen was ich meine, meine auch nicht was ich sage, weine innerlich doch nach Außen treten nur Floskeln, die sprudelnd-jauchzend gen Osten ziehen. Muss sich immer meine Sicht von außen auf die Dinge und vor allem auf mich dazwischen schieben? Muss ich ewig in Distanz leben?
So selten und kostbar sehe ich die Augenblicke in denen in ganz nah bei mir bin, ganz nah. Den Rest der Zeit ersehne ich diese Momente, träume mich zurück und wundere mich darüber wie schwer es ist. Wie verdammt schwer es ist, solch lichte, leichte Einigkeit.
Alliterationen. Manchmal verabscheut es mich doch meist erfüllen sie ihren Zweck und mich mit stillem Wohlbehagen, da der Wohlklang nach außen auch den nach innen befriedigt.
Nur nicht übertreiben. Meine Gedanken ordnen. Sie irren umher, durch den Tag und durch die Nacht, scheren sich nicht um gewählte Formen und gut durchdachte Vorüberlegungen. Sie fliehen meist und drängen zu oft, lachen mich an, mich, der sie an die Kette legend wohlbehütet gedacht, um wieder einmal festzustellen, wie unweit meine Berechnungen greifen.
Viele Worte – sagt er zu mir. 14 Jahre alt. Autistisch.
Das sind viele Worte sagt er. Ja. Zu viele vielleicht.
Der Nimmersatt aß mehr und mehr und fand ein Ende, wo längst keine Ende mehr war. Auch ich suche Fülle, Völle, verliere mich in Völlerei, schlaraffe im Askesenland, nehm Speis und Trank in großen Mengen, um, deren Ersatzfunktion ignorierend, mich dem unwohlsamen Schlummer des Übermaßes hinzugeben. Wann endlich folgt die Sättigung? Wie lang muss ich noch Hunger leiden.. Wohl bis sich meine Augen ein letztes Mal schließen und selbst in diesem Augenblick werde ich mich nach dem nächsten Buche sehnen und meinen Körper verfluchen, der einfach so, ohne Widerpart aufgibt, obwohl mein Geist noch ewig suchend leben könnte.
Und wieder einmal, wieder einmal denke ich an Dinge, die schon tausendmal zuvor vorüber gestriffen sind. Schnell vergeht die Zeit, so schnell, dass ich mich manchmal dabei erwische sie krampfhaft festzuhalten. Doch sie rinnt mir durch die Finger, zerfällt, zerschmilzt und verhöhnend, mich verhöhnend, da auch meine zweite Hand zwecklos versucht den fließenden Sand zu greifen, verstreut sie sich in alle Winde. Vorbei. Vorbei.
Die letzten Tage, so voll an Leere, voll an Ungesagtem, Nicht-Getanem, widerstrebtem Widerstreben. Gab ich mich doch an meine Unfähigkeit, schenkte ihr die tiefen Sinne, da das Tiefe nach Außen zu kehren ich nicht bereit war. Kann nicht sagen was ich meine, meine auch nicht was ich sage, weine innerlich doch nach Außen treten nur Floskeln, die sprudelnd-jauchzend gen Osten ziehen. Muss sich immer meine Sicht von außen auf die Dinge und vor allem auf mich dazwischen schieben? Muss ich ewig in Distanz leben?
So selten und kostbar sehe ich die Augenblicke in denen in ganz nah bei mir bin, ganz nah. Den Rest der Zeit ersehne ich diese Momente, träume mich zurück und wundere mich darüber wie schwer es ist. Wie verdammt schwer es ist, solch lichte, leichte Einigkeit.
Alliterationen. Manchmal verabscheut es mich doch meist erfüllen sie ihren Zweck und mich mit stillem Wohlbehagen, da der Wohlklang nach außen auch den nach innen befriedigt.
Nur nicht übertreiben. Meine Gedanken ordnen. Sie irren umher, durch den Tag und durch die Nacht, scheren sich nicht um gewählte Formen und gut durchdachte Vorüberlegungen. Sie fliehen meist und drängen zu oft, lachen mich an, mich, der sie an die Kette legend wohlbehütet gedacht, um wieder einmal festzustellen, wie unweit meine Berechnungen greifen.
Viele Worte – sagt er zu mir. 14 Jahre alt. Autistisch.
Das sind viele Worte sagt er. Ja. Zu viele vielleicht.
Der Nimmersatt aß mehr und mehr und fand ein Ende, wo längst keine Ende mehr war. Auch ich suche Fülle, Völle, verliere mich in Völlerei, schlaraffe im Askesenland, nehm Speis und Trank in großen Mengen, um, deren Ersatzfunktion ignorierend, mich dem unwohlsamen Schlummer des Übermaßes hinzugeben. Wann endlich folgt die Sättigung? Wie lang muss ich noch Hunger leiden.. Wohl bis sich meine Augen ein letztes Mal schließen und selbst in diesem Augenblick werde ich mich nach dem nächsten Buche sehnen und meinen Körper verfluchen, der einfach so, ohne Widerpart aufgibt, obwohl mein Geist noch ewig suchend leben könnte.
paraplue - 22. Dez, 16:00



